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Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Weibliche Topmanager haben sich erstaunlich schnell an die Polykrise angepasst

Trotz ihrer erhöhten Arbeitsbelastung sind weibliche Führungskräfte auch optimistisch, was das Unternehmenswachstum, den sozialen Wandel, die Gleichstellung der Geschlechter und ihre eigene Karriere angeht. Die Mehrheit hat sich auf die aktuelle Polykrise eingestellt und versucht, deren Potenzial zu erkunden, so die Studie "Global Female Leaders Outlook" von KPMG. Anpassungsfähigkeit, Weitsicht, Flexibilität - das sind die Qualitäten, die sie brauchen, um die Zukunft von sich und ihren Unternehmen zu gestalten.

Polikrízis ide vagy oda, a női vezetők állják a sarat-

Heutzutage reicht das Wort "Krise" allein nicht mehr aus, um den Zustand der Welt zu beschreiben, denn wir sind mit einer Polykrise konfrontiert - mehreren, oft miteinander verbundenen Risiken. Die Unternehmen müssen widerstandsfähiger werden gegenüber geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, aber auch gegenüber der Digitalisierung und ESG-Trends. Doch die Frauen, die an der KPMG-Umfrage "Global Female Leaders Outlook" teilgenommen haben, nehmen die Herausforderung mutig an. Für die Studie wurden 839 weibliche Führungskräfte aus 53 Ländern im Jahr 2023 unter anderem zur Situation ihrer Unternehmen, zu den Geschäftsaussichten, zur Entwicklung, zum eigenen Karriereweg und zu ihren Motivationen befragt.



Wie sind weibliche Führungskräfte?

Wie sind weibliche Führungskräfte?



Die Mehrheit der von KPMG befragten Führungskräfte arbeitet mehr als 50 Stunden pro Woche und bevorzugt ein hybrides Arbeitsmodell. Fast alle von ihnen führen einen Haushalt, wobei eine von drei dies ohne fremde Hilfe tut. Die meisten haben mindestens einmal das Unternehmen gewechselt, um ihre Karriere voranzutreiben. 74 % der Befragten leben in einem Zwei-Verdiener-Haushalt, während 21 % keinen Partner haben.

Höheres Tempo, steigende Arbeitsbelastung - Gefahr von Burnout



Die aktuelle Polykrise stellt für weibliche Führungskräfte eine erhebliche Zusatzbelastung dar. 90 Prozent der von KPMG befragten Entscheidungsträger gaben an, dass die Aufgaben und Verantwortlichkeiten in den letzten drei Jahren deutlich komplexer geworden sind. 81 Prozent berichteten von einer erhöhten Arbeitsbelastung und längeren Arbeitstagen. 89 Prozent sagen, dass sich das Arbeitstempo aufgrund des ständigen Wandels beschleunigt hat, und 78 Prozent nehmen eine zunehmende Unsicherheit bei strategischen Entscheidungen und Prognosen wahr.



Kein Wunder, dass der Stresspegel bei weiblichen Führungskräften stark ansteigt. Das wirkt sich natürlich negativ auf ihren Arbeitsalltag und ihr Privatleben aus. 60 Prozent der Befragten können den beruflichen Anforderungen nur auf Kosten des Privat- und Familienlebens gerecht werden.62 Prozent fühlen sich von der aktuellen Situation und dem laufenden Krisenmanagement teilweise überfordert, 47 Prozent sagen, sie seien erschöpft und hätten keine Energie mehr. Siebenundfünfzig Prozent der Befragten geben an, dass der erhöhte Stress zu einem Anstieg des Burnout in ihrem Team geführt hat. Burnout tritt am häufigsten auf der mittleren Führungsebene auf und am seltensten bei denjenigen, die keine Pläne für ihre berufliche Entwicklung haben. Die Daten zeigen auch regionale Unterschiede - insgesamt sind die Burnout-Raten in Asien am höchsten und in Mitteleuropa am niedrigsten.



Die "neue Norm"



Die Polykrise wird jedoch zunehmend als "neue Normalität" angesehen, und viele der Befragten berichteten von positiven Folgen für ihr Unternehmen oder sich selbst.Eine Akklimatisierung findet bereits statt: drei von vier Befragten gaben an, sich an die aktuelle Situation gewöhnt zu haben, und zwei von drei stehen der Polykrise positiv gegenüber.Sechs von vier Befragten gaben an, sich an die neue Situation gewöhnt zu haben, und zwei von drei stehen der Polykrise positiv gegenüber.Aufgrund der neuen Möglichkeiten, die sich ergeben, nehmen 64 Prozent einen neuen Geist und eine positive Stimmung im Unternehmen wahr. Weibliche Führungskräfte scheuen die Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld nicht, sondern wollen an vorderster Front dabei sein. 80 Prozent der Befragten wollen die Herausforderungen der Führung in einer Zeit der Polykrise meistern. Vor allem die Vielfalt der Aufgaben reizt viele weibliche Entscheider, die darin die Chance sehen, sich zu beweisen und ihrer Karriere einen neuen Schub zu geben - 41 Prozent erwarten dies. Nur 11 Prozent befürchten derweil, dass sich die Polykrise negativ auf ihre Karriere auswirken wird.



Digitalisierung und Anpassung



Die Antworten auf die "KPMG Global Female Leaders Outlook"-Umfragezeigen auch eine Reihe neuer Trends auf. "Es gibt eine Anpassung der Digitalisierungsstrategien in den Unternehmen, wobei die Mitarbeiterschulung wichtiger wird als Technologieinvestitionen. All dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen auf den beschleunigten externen Wandel mit einem beschleunigten internen Wandel reagieren - eine vielversprechende Entwicklung", folgert Ágnes Rakó, Leiterin des Bereichs Risikomanagement, Finanzprozesse und Datenanalyse bei KPMG. "Die Cybersicherheit wurde ebenfalls gestärkt - während die Cyberkriminalität zunimmt, steigt auch das Sicherheitsempfinden der befragten Teilnehmer. Die Mehrheit glaubt, dass ihr Unternehmen in diesem Bereich gut vorbereitet ist."



Die weiblichen Entscheidungsträger sagen, dass bei der Bewältigung einer Polykrise Eigenschaften und Fähigkeiten wie Anpassungsfähigkeit und Weitsicht im Vordergrund stehen. Schnelle technologische Fortschritte oder Marktstörungen erfordern Reaktionsfähigkeit und Flexibilität ebenso wie die Konzentration auf strategische, langfristige Ziele.



Young Girls Club



Die Untersuchungen von KPMG zeigen, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren ESG-Faktoren für ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum von Unternehmen weiterhin von zentraler Bedeutung sind. Weibliche Führungskräfte tragen ihren Teil dazu bei, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten. Im sozialen Bereich ist klar, dass trotz der Fortschritte in Sachen Vielfalt und Offenheit und trotz des richtigen Rechtsrahmens noch einiges zu tun ist. Die Karriere vieler Frauen wird immer noch durch Vorurteile behindert, sie wechseln häufig das Unternehmen, um weiterzukommen, Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert und in vielen Organisationen treffen sie auf männerdominierte Netzwerke, so die Studie. Einundfünfzig Prozent der Befragten geben an, dass es in ihrem Unternehmen immer noch einen \"old boys' club" gibt, aber 49 Prozent sehen auch Unterstützung für einen \"new girls' club". Diese Barrieren müssen in Zukunft beseitigt werden. Drei von vier befragten weiblichen Führungskräften erwarten, dass die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb von 15 Jahren erreicht wird.



Anpassung des Führungsstils



Gute Führung ist in Zeiten der Polykrise besonders wichtig. 55 Prozent der Befragten setzen derzeit auf einen teamorientierten, strategischen Führungsstil. Dahinter folgt ein projektorientierter, agiler Stil mit 23 Prozent. Viele weibliche Führungskräfte geben an, dass strategisches Denken und eine starke Führung aus Karrieresicht am wichtigsten sind. Strenge hierarchische Führung wird von der Mehrheit als kontraproduktiv angesehen, nur zwei von 100 Befragten bevorzugen sie. Als Reaktion auf die Polykrise haben die weiblichen Führungskräfte ihren Führungsstil geändert - 43 % sind jetzt agiler und 36 % strategischer als früher. Viele betonten auch die Rolle von Motivation und Teamgeist. 84 Prozent der Befragten nehmen sich mehr Zeit für ihre Mitarbeiter, um dies zu fördern.



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