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Die EU will das geschlechtsspezifische Lohngefälle beseitigen

Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz wird mittlere und große Unternehmen bald dazu verpflichten, detailliert über die Entlohnung ihrer weiblichen und männlichen Mitarbeiter zu berichten. Die Entscheidung der Europäischen Kommission wird dazu führen, dass benachteiligte Arbeitnehmer gegen die Daten klagen können, warnt EY. Die Kollegen der Beratungsfirma fordern die Unternehmen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um das Lohngefälle zu schließen, indem sie ihre Organisation so schnell wie möglich klären.

Férfi, női bérkülönbség, bértranszparencia-

Männer in der EU verdienen im Durchschnitt 13 % mehr als Frauen. Die Richtlinie der Europäischen Kommission (EK) Richtlinie will dies ändern und sieht ab 2027 umfassende Berichtspflichten für Unternehmen vor. In diesem Zusammenhang müssen die Unternehmen auch über den Anteil der weiblichen und männlichen Beschäftigten berichten, die so genannte zusätzliche Gehaltsbestandteile wie Boni erhalten, oder über das Geschlechterverhältnis innerhalb bestimmter Gehaltsstufen. Bei einem geschlechtsspezifischen Lohngefälle von 5 Prozent oder mehr sollten die Arbeitgeber mit Arbeitnehmervertretern oder Betriebsräten zusammenarbeiten, um eine eingehendere Analyse durchzuführen und einen Aktionsplan zur Behebung der Situation zu entwickeln.



Die Mitgliedsstaaten, darunter Ungarn, haben bis zum 7. Juni 2026 Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Danach müssen Arbeitgeber mit 250 oder mehr Beschäftigten ab dem 7. Juni 2027 jedes Jahr die geforderten Informationen vorlegen, während Unternehmen mit 150 bis 249 Beschäftigten diese Informationen ab dem 7. Juni 2027 alle drei Jahre liefern müssen. Unternehmen mit 100-149 Beschäftigten müssen ebenfalls alle drei Jahre Bericht erstatten, allerdings erst ab dem 7. Juni 2031.



"Die meisten Unternehmen wissen wahrscheinlich, ob es ein Problem mit dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle gibt. Aber nur wenige machen sich derzeit die Mühe zu verstehen, was die Ursachen für die Ungleichheit sind. Die von der EU geschaffene Richtlinie wird dies ändern. Verantwortungsbewusste Entscheidungsträger werden jedoch nicht bis zur letzten Minute warten, sondern so bald wie möglich ein Audit in ihrem Unternehmen durchführen - auch mit Hilfe eines Beratungsunternehmens - und die richtigen Schritte unternehmen, um die Lücke zu schließen", sagte Veronika Oláh, Senior Partnerin im Bereich Workforce and Human Resources Consulting bei EY.


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